Matthias Klotz mit Kniegelenk

Meine Fachgebiete

Hier finden Sie ein Zusammenstellung meiner Fachgebiete und eine kurze Beschreibung zum jeweiligen Themenkomplex

Neuroorthopädie

Matthias Klotz, Neuroorthopädie

Die Diagnostik und Behandlung neuroorthopädischer Erkrankungen sollte im interdisziplinären Team erfolgen. Daher arbeite ich mit den Kollegen der Physiotherapie, Ergotherapie, Orthopädietechnik sowie Disziplinen der Pädiatrie, Neurologie und Neurochirurgie eng zusammen.

Infantile Zerebralparese:

Die infantile Zerebralparese (ICP) stellt einen Überbegriff für sensomotorische Störungen unterschiedlicher Genese dar. Ursache dieses Krankheitsbildes ist ein frühkindlicher, nicht progredienter Schaden zentraler Strukturen. Durch die Schädigung höherer motorischer Zentren kommt es zu einer Fehlansteuerung von Muskelgruppen und Enthemmung motorischer Bahnen mit Koordinationsstörungen, folgender Steigerung des Muskeltonus und konsekutiver Muskelschwäche. Skelettwachstum und Knochenreifung sind in der Regel nicht oder nur sekundär betroffen, sodass es zu einem Missverhältnis zwischen Längenwachstum der Knochen und Anpassung des Weichteilgewebes kommt. Letztlich äußert sich das Ungleichgewicht in Kontrakturen und Luxationen von Gelenken mit eingeschränkter Mobilität sowie Deformitäten, zum Beispiel ausgeprägten Skoliosen.

Die konservative Therapie stellt bei der ICP den Grundpfeiler in der Behandlung dar, daher sollte hiermit möglichst früh begonnen werden. Je nach Ausprägung und Schweregrad stehen dabei unterschiedliche Verfahren zur Verfügung:

Behandlungsverfahren

  • Physiotherapie

  • Ergotherapie

  • Anpassung von Hilfsmitteln

  • Orthopädietechnik

  • Medikamentöse Therapie

  • Operative Eingriffe

Der konservativen Therapie sind jedoch Grenzen gesetzt. So kommt es oftmals trotz konsequenter und adäquater konservativer Therapie zu einer Progredienz der Erkrankung bzw. der Deformitäten mit einer Verschlechterung von Mobilität und Lebensqualität. Hier kommen die operativen Therapieverfahren zum Einsatz, die aber stets auf der konservativen Therapie aufbauen und auch während der Nachbehandlung auf orthopädietechnische und krankengymnastische Maßnahmen zur Sicherung des Behandlungserfolges angewiesen sind. Es sollte jedoch vor jedem operativen Eingriff eine Risiko-Nutzen-Abwägung getroffen werden, da nicht bei jedem ICP-Patienten eine operative Intervention erforderlich ist.

Die Hüftluxation stellt eine gefürchtete Komplikation im Krankheitsverlauf dar. Daher sind regelmäßige Kontrollen und prophylaktische Behandlungsmaßnahmen von großer Bedeutung!

Die moderne, operative Behandlung des Patienten mit ICP umfasst die Therapie möglichst aller beteiligten Gelenke in einer Sitzung, da bei jeder einzelnen Therapieindikation für ein Gelenk immer auch die angrenzenden Gelenke berücksichtigt werden müssen. Einen zentralen Stellenwert nimmt hier das Hüftgelenk ein.

Neben der infantilen Zerebralparese berate ich Sie gerne über konservative und operative Therapiemöglichkeiten folgender neuroorthopädischer Krankheitsbilder:

neuroorthopädische Krankheitsbilder:

  • Spina Bifida

  • Hereditäre Sensomotorische Neuropathien (HSMN: Charcot-Marie-Tooth,…)

  • Spastische Spinalparalyse

  • M. Duchenne

  • Spinale Muskelatrophie

  • Schlaganfall

  • Folgen peripherer Nervenschäden

Hier finden sie mich

Neben meiner Tätigkeit als leitender Oberarzt im Universitätsklinikum Linz, betreibe ich meine Wahlarztordination im Medicent Linz. Dort berate ich Sie gerne ausführlich.

Medicent Linz, Untere Donaulände 21-25, 4020 Linz

ORDINATIONSZEITEN

Montag und Dienstag: 16.00 - 19.00 Uhr

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